HUMANITÄRE HILFE IM NAHEN OSTEN

Multiple Krisenherde verschärfen die Situation

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HUMANITÄRE LAGE IM NAHEN OSTEN

Iran

Die Lage im Iran hat sich zu einer landesweiten, komplexen Krisensituation ausgeweitet. Nach Angaben des Iranischen Roten Halbmonds kamen bislang mehr als 1.300 Menschen ums Leben, mehrere Tausend wurden verletzt. Auch zivile Infrastruktur, darunter Gesundheitseinrichtungen, wurde beschädigt. Damit gerät das ohnehin durch wirtschaftliche Schwäche, Sanktionen und hohe Inflation belastete Gesundheitssystem zusätzlich unter Druck. Zugleich sorgen anhaltende Luftraumbeschränkungen und zahlreiche Flugausfälle für erhebliche Beeinträchtigungen bei Logistik, Lieferketten und humanitären Hilfseinsätzen.

Libanon
Auch im Libanon hat sich die humanitäre Lage weiter verschärft. Die anhaltenden Kampfhandlungen lösten vor allem in dicht besiedelten Gebieten massive Flucht- und Vertreibungsbewegungen aus. Bis zum 8. März wurden mindestens 394 Tote und mehr als 1.000 Verletzte gemeldet. Innerhalb weniger Tage wurden rund 700.000 Menschen innerhalb des Landes vertrieben, darunter etwa 200.000 Kinder. Mehr als 117.000 von ihnen fanden in 538 Notunterkünften Zuflucht, bei denen es sich vielfach um Schulen handelt. Zahlreiche Unterkünfte haben ihre Kapazitätsgrenzen bereits erreicht, während viele weitere Familien auf informelle Unterbringungsmöglichkeiten angewiesen sind. Der humanitäre Bedarf ist entsprechend groß.

Gaza/Westjordanland
Der Gazastreifen und das Westjordanland sind unterdessen zunehmend aus dem Fokus der öffentlichen Berichterstattung geraten, obwohl beide Gebiete weiterhin unmittelbar von den Folgen des Konflikts betroffen sind. Verschärfte Zugangsbeschränkungen erschweren die Versorgung der Bevölkerung mit humanitärer Hilfe erheblich. In den Gazastreifen gelangen Hilfslieferungen derzeit nur noch über einen einzigen geöffneten Grenzübergang, was zu spürbaren Preissteigerungen bei lebenswichtigen Gütern geführt hat. Medizinische Evakuierungen bleiben weiterhin ausgesetzt. Im Westjordanland verschärfen zusätzliche Schließungen von Checkpoints zudem die ohnehin weitreichenden Einschränkungen der Bewegungsfreiheit.

Unsere Teams und unsere Partner vor Ort sind im Dauereinsatz

Wie hilft das Rote Kreuz und seine Schwestergesellschaften?

  • Menschen suchen und retten
  • Verletzte transportieren und versorgen
  • Hilfe nach schweren Erlebnissen anbieten
  • Familien wieder zusammenbringen (Suchdienst)
  • Hilfsgüter verteilen
  • Notunterkünfte organisieren

Als Teil der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung helfen wir neutral, unabhängig und ausschließlich nach Bedarf. Spenden ermöglichen unter anderem Rettungseinsätze und Krankentransporte, die Versorgung von Verletzten, NotunterkünfteHilfsgüter wie Lebensmittel, Hygieneartikel und Decken, sowie psychosoziale Betreuung für Menschen, die Gewalt und Verlust erlebt haben. Über den Suchdienst unterstützen wir außerdem Familien, die getrennt wurden, dabei, wieder Kontakt zueinander zu finden. Jede Unterstützung stärkt die Einsatzfähigkeit unserer Partner vor Ort – damit Hilfe dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird.