

Die Situation im Nahen und Mittleren Osten wird durch die anhaltenden Kampfhandlungen immer komplexer.
Mittlerweile geraten Zivilisten auch im Iran und im Libanon zwischen die Fronten. Sie werden verletzt, vermisst oder müssen sich auf die Flucht begeben. Viele haben in einer Nacht alles verloren.
Gleichzeitig wird die Situation in Gaza noch schwerer, weil die Grenzen für Hilfslieferungen wieder geschlossen wurden.
Die Lage spitzt sich zu. In Städten und Dörfern fehlt es oft an sicherer Unterkunft und medizinischer Hilfe.
Das Österreichische Rote Kreuz reagierte sofort und stellt 100.000 Euro als erste Nothilfe bereit. Doch bei einer Eskalation dieses Ausmaßes wird das nicht ausreichen. Es braucht mehr – schnell.
Der Iranische Rote Halbmond und das Libanesische Rote Kreuz haben alle Freiwillige aktiviert und führen Tag und Nacht unermüdlich Such- und Rettungsaktionen durch, transportieren und behandeln Verletzte – unter anderem in den Spitälern des Iranischen Roten Halbmonds, und verteilen Hilfsgüter. Allein im Iran sind ca. 100.000 Mitarbeiter und Freiwillige im Einsatz.
Die Nachbarländer bereiten sich bereits auf Menschen vor, die aus den betroffenen Regionen fliehen müssen.
Auch Israel wird von Angriffen getroffen. Der Israelische Rote Davidstern hat ca. 39.000 Mitarbeiter und Freiwillige aktiviert. Schwerpunkte der Arbeit sind Such- und Rettungsaktionen, Spitalsevakuierungen, Rettungstransporte, sowie die Betreuung von Menschen in Schutzeinrichtungen.
Als Teil der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung helfen wir neutral, unabhängig und ausschließlich nach Bedarf. Spenden ermöglichen unter anderem Rettungseinsätze und Krankentransporte, die Versorgung von Verletzten, Notunterkünfte, Hilfsgüter wie Lebensmittel, Hygieneartikel und Decken, sowie psychosoziale Betreuung für Menschen, die Gewalt und Verlust erlebt haben. Über den Suchdienst unterstützen wir außerdem Familien, die getrennt wurden, dabei, wieder Kontakt zueinander zu finden. Jede Unterstützung stärkt die Einsatzfähigkeit unserer Partner vor Ort – damit Hilfe dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird.



