Ukraine

Anhaltende Angriffe und der nahende Winter verschärfen die Not

Die Menschen in der Ukraine stehen vor einem weiteren harten Winter. Ein Alltag? Kaum möglich. Immer wieder kommt es zu schweren Angriffen. Die Menschen in der Ukraine sind erschöpft - nahezu jede und jeder hat Angehörige im Krieg verloren. Seit der Eskalation des Konflikts im Februar 2022 sind sie mit anhaltenden Angriffen, zerstörter Infrastruktur und Ausfällen bei der grundlegenden Versorgung konfrontiert. Steigende Preise und knappe Einkommen erschweren vielen Menschen den Alltag zusätzlich. 

Besonders betroffen sind ältere Menschen und Familien, die aufgrund der schweren Angriffe fliehen müssen. Während der Bedarf an humanitärer Hilfe weiterhin enorm ist, stehen immer weniger finanzielle Mittel zur Verfügung.

Umso wichtiger ist es, dass unsere Hilfe für die Menschen vor Ort auch weiterhin gesichert ist. 

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Neben den alltäglichen Gefahren und dem großen menschlichen Leid sind die Auswirkungen des Krieges auf das ukrainische Gesundheitssystem gravierend: Zerstörte Infrastruktur, anhaltende Vertreibung und Versorgungsengpässe schränken den Zugang zu grundlegender medizinischer und sozialer Versorgung stark ein. Die fortlaufenden Angriffe auf die Energieinfrastruktur verschärfen die ohnehin prekäre Lebenssituation der Bevölkerung zusätzlich. Gleichzeitig müssen zahlreiche Menschen aus frontnahen Gebieten im Osten des Landes sowie aus Regionen nahe der russischen Grenze evakuiert werden, um an sichereren Orten Schutz zu finden. Das Rote Kreuz trägt dazu bei, die gesundheitliche Grundversorgung besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen sicherzustellen – darunter ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, Binnenvertriebene und Frauen.

So hilft das Österreichische Rote Kreuz in der Ukraine

Die Vorarlbergerin Camilla Mittelberger führt seit über einem Jahr als Delegationsleiterin das 10-köpfige Team des Österreichischen Roten Kreuzes in der ukrainischen Hauptstadt Kyiv. Zusätzlich verantwortet sie auch die Agenden des finnischen Roten Kreuzes im Konfliktgebiet.

Sie kennt die stundenlangen Luftalarme oder die Stromabschaltungen, die einen Alltag schwierig machen:

"Wir erleben hier den härtesten Winter seit Kriegsbeginn vor vier Jahren. Strom und Heizung fallen regelmäßig aus, während die Temperaturen im zweistelligen Minusbereich liegen. Wir müssen teils tagelang ohne fließendes Wasser auskommen, nachts werden wir von Luftalarmen geweckt. Viele Menschen haben keine Ersparnisse mehr und müssen zwischen Essen oder Medikamenten entscheiden."

Das Österreichische Rote Kreuz hilft in den Regionen Kherson, Mykolaiv, Zaporizhzhia, Sumy, Kharkiv, Donetsk, Chernihiv und im Westen Lviv, Zakarpattia und Chernivtsi. Mehr als 1,6 Millionen Menschen konnte dank der Unterstützung aus Österreich bereits geholfen werden.
Es wurden:

  • 650.000 Personen mit Hilfsgütern erreicht
  • 357.000 Personen mit Geld- oder Gutscheinleistungen erreicht
  • 445.000 Personen mit Gesundheits- und Sozialdiensten erreicht
  • 77.000 Personen mit Notunterkünften erreicht
  • 84.000 Haushalte unterstützt, die Menschen auf der Flucht aufgenommen haben
  • 2.300 Freiwillige und Personal des Ukrainischen Roten Kreuzes trainiert

Der Bedarf an Unterstützung in der Ukraine bleibt enorm. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist auf humanitäre Hilfe angewiesen. Der Wiederaufbau wird Jahrzehnte dauern und die betroffenen Menschen werden noch lange unter den Folgen des Konflikts leiden.

Das Rote Kreuz ist da und hilft so lange wie nötig.

Dafür brauchen wir deine Unterstützung!