SUDAN

Die größte humanitäre Krise weltweit: 22 Millionen Menschen hungern!

Im Sudan spielt sich die größte humanitäre Katastrophe weltweit ab. Seit drei Jahren tobt ein bewaffneter Konflikt im Land, der die weltweit größte Flüchtlingskrise ausgelöst hat. Die Situation für die Menschen ist katastrophal. Die Gewalt nimmt zu und die Konfliktparteien verstoßen gegen das humanitäre Völkerrecht. Immer wieder kommt es zu brutalen Angriffen und sexueller Gewalt.

 

Zwei Drittel der Bevölkerung, also etwa 30 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen - die Hälfte davon sind Kinder!

 

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Hungersnot

Die Situation ist extrem gefährlich und ein normales Leben ist kaum noch möglich. Es gibt nicht genug zu essen, da landwirtschaftliche Produktionen zerstört werden, Lieferungen ausfallen und die Essensvorräte aufgebraucht sind. 
150.000 Menschen sind akut von Hungersnot betroffen. 

Besonders in Al-Fasher, Kadugli, Um Baru und Kernoi ist die Situation extrem ernst.

 

Gesundheit

Das Gesundheitssystem im Sudan ist zusammengebrochen, 80% aller Gesundheitseinrichtugnen sind zerstört. Sauberes Wasser gibt es kaum, ebenso wie hygienische Sanitäreinrichtungen.  Außerdem leben in den Notunterkünften und Siedlungen zu viele Menschen auf zu engemen Raum. Daher kommt es zu Krankheitsausbrüchen.

41% aller Malaria-Erkankungen entfallen auf den Sudan. Außerdem nehmen Masern und Dengue-Fieber Erkrankungen immer weiter zu.

 

Extreme Wetterbedingungen: Von Fluten zur Dürre

In den nächsten Wochen werden überdurchschnittliche Temperaturen erwartet. Insbesondere in den Konfliktgebieten, wo die Infrastruktur beschädigt ist, wird sich das stark auf die wenigen vorhanden Wasserressourcen auswirken. 

 

Flucht
Bis zu 15 Millionen Menschen wurden seit April 2023 aus dem Sudan vertrieben, davon sind 3,5 Millionen in Nachbarländer wie Ägypten, Südsudan, Tschad, Libyen, Uganda, Äthiopien und die Zentralafrikanische Republik geflüchtet.

Auswirkungen des Nahostkonflikts auf die humanitäre Krise im Sudan

Die anhaltendend Feinseligkeiten im Nahen Osten haben immer weitreichendere wirtschaftliche aber auch humanitäre Folgen. Weil etwa Düngemittel nicht geliefert werden können, drohen Millionen Menschen vor allem in Ostafrika katastrophale Ernteausfälle. Zentrale Lieferwege von Dubai, einem der weltweit wichtigsten Drehkreuze für Hilfsgüter, sind blockiert und daher lebenswichtige Hilfslieferungen unterbrochen. 

Dadurch spitzt sich die humanitäre Situation im Sudan für die Bevölkerung weiter zu.

Der Sudanesische Rote Halbmond ist seit Beginn des Konflikts in allen 18 Provinzen des Landes im Einsatz - 12.000 Freiwillige sowie zahlreiche Mitarbeitende setzen sich für die betroffenen Menschen ein. Unterstützung kommt von Rotkreuz- und Rothalbmondpartner aus der ganzen Welt sowie vom IKRK. 
Auch das Österreichische Rote Kreuz hat in den vergangenen Jahren, über Mittel aus dem Auslandskatastrophenfonds und der ADA, zur Unterstützung und Finanzierung der Maßnahmen der lokalen Partner beigetragen. 

30,4 Mio.

Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

22 Mio.

Menschen in Sudan leiden unter Hunger.

14 Mio.

Kinder benötigen dringend humanitäre Hilfe.

15 Mio.

Menschen wurden seit Konfliktbeginn vertrieben. 11,5 Mio. Menschen innherhalb des Landes. 3,5 Mio. flohen in die Nachbarländer.

150.000

Menschen sind im Zuge des Konflikts bereits ums Leben gekommen.

4 Mio.

Menschen sind in den vergangenen Monaten wieder in den Sudan zurückgekehrt.

Die Situation im Sudan und das unerträgliche Leid der Menschen findet in der Medienberichterstattung wenig Beachtung.
Dabei sind dringend finanzielle Mittel notwendig, um die humanitäre Hilfe vor Ort weiterhin zu ermöglichen und auszubauen. 

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