Hungersnot
Die Situation ist extrem gefährlich und ein normales Leben ist kaum noch möglich. Es gibt nicht genug zu essen, da landwirtschaftliche Produktionen zerstört werden, Lieferungen ausfallen und die Essensvorräte aufgebraucht sind.
150.000 Menschen sind akut von Hungersnot betroffen.
Besonders in Al-Fasher, Kadugli, Um Baru und Kernoi ist die Situation extrem ernst.
Gesundheit
Das Gesundheitssystem im Sudan ist zusammengebrochen, 80% aller Gesundheitseinrichtugnen sind zerstört. Sauberes Wasser gibt es kaum, ebenso wie hygienische Sanitäreinrichtungen. Außerdem leben in den Notunterkünften und Siedlungen zu viele Menschen auf zu engemen Raum. Daher kommt es zu Krankheitsausbrüchen.
41% aller Malaria-Erkankungen entfallen auf den Sudan. Außerdem nehmen Masern und Dengue-Fieber Erkrankungen immer weiter zu.
Extreme Wetterbedingungen: Von Fluten zur Dürre
In den nächsten Wochen werden überdurchschnittliche Temperaturen erwartet. Insbesondere in den Konfliktgebieten, wo die Infrastruktur beschädigt ist, wird sich das stark auf die wenigen vorhanden Wasserressourcen auswirken.
Flucht
Bis zu 15 Millionen Menschen wurden seit April 2023 aus dem Sudan vertrieben, davon sind 3,5 Millionen in Nachbarländer wie Ägypten, Südsudan, Tschad, Libyen, Uganda, Äthiopien und die Zentralafrikanische Republik geflüchtet.