Die meisten Krankenhäuser im Gazastreifen sind außer Betrieb und die Menschen können nicht behandelt werden. Die humanitäre Situation erreicht ein unvorstellbares Ausmaß!
Um den tausenden Verletzten und Kranken zu helfen, hat das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ein Feldspital in Rafah errichtet. Es verfügt über 60 Betten sowie eine Ambulanz und ermöglicht wichtige Versorgung in den Bereichen Chirurgie, Geburtshilfe und Gynäkologie.
Seit der Eröffnung wurden 18.500 Behandlungen und 800 Operationen durchgeführt. In der Ambulanz werden täglich zwischen 200 und 300 Patient:innen behandelt, die Zahl steigt.
Über 230 Mitarbeiter:innen halten den Betrieb unter widrigsten Umständen aufrecht!
Wichtige Unterstützung für das Spital kommt aus Österreich: Das Österreichische Rote Kreuz stellt die Wasseraufbereitungsanlage, mit der sauberes Trinkwasser produziert werden kann. Denn das ist für die medizinische Versorgung von entscheidender Bedeutung. Ist das Wasser verunreinigt, wird es schnell zur gefährlichen Infektionsquelle und kann über Leben und Tod vieler der ohnehin schon geschwächten Patient:innen entscheiden.
Über ein Jahr dauert der Konflikt in Gaza bereits an und die humanitäre Situation hat ein unbeschreibliches Ausmaß erreicht. Über 40.000 Menschen haben bereits ihr Leben verloren, Tausende sind schwer verletzt und 1,9 Millionen Menschen wurden vertrieben - und das oft mehrmals.
Das Gesundheitssystem im Gazastreifen ist kollabiert und lediglich vier Feldspitäler sind noch in Betrieb. Das medizinische Personal ist aufgrund der hohen Anzahl von Schwerverletzten bis an seine Grenzen ausgelastet. Es droht eine Katastrophe, denn die Zerstörung von Wasserversorgung und sanitären Anlagen hat zur Ausbreitung vermeidbarer Krankheiten wie Polio, Atemwegsinfektionen, Durchfall und Hepatitis A geführt. Die Menschen leiden Hunger und sind unterernährt. Ohne Zugang zu Impfstoffen und medizinischer Versorgung wird sich die Situation weiter extrem zuspitzen.
Um den tausenden verletzten und kranken Menschen zu helfen, hat das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ein Feldspital in Rafah errichtet.
Es verfügt über 60 Betten, eine Ambulanz und ermöglicht wichtige Versorgung in den Bereichen Chirurgie, Geburtshilfe, Gynäkologie, Mütter- und Neugeborenenbetreuung sowie Pädiatrie. Aufgrund verstärkter Angriffe erreichen immer mehr schwerverletzte Patient:innen das Feldspital: Menschen werden mit massiven Blutungen und schweren Verbrennungen eingeliefert, einige Verletzte brauchen Amputationen.
Seit der Eröffnung wurden 18.500 Behandlungen und 800 Operationen durchgeführt. In der Ambulanz werden täglich zwischen 200 und 300 Patient:innen behandelt, die Zahl steigt.
Über 230 Mitarbeiter:innen halten den Betrieb unter widrigsten Umständen aufrecht!
Wichtige Unterstützung für das Spital kommt aus Österreich: Das Österreichische Rote Kreuz stellt die Wasseraufbereitungsanlage, mit der sauberes Trinkwasser produziert werden kann. Denn für die Versorgung Kranker und Verletzter ist sauberes Wasser von entscheidender Bedeutung. Nicht nur, weil sie etwas zu trinken brauchen, sondern auch für medizinische Behandlungen oder die Reinigung von Utensilien. Ist das Wasser verunreinigt, wird es schnell zur gefährlichen Infektionsquelle – und kann über Leben und Tod vieler der ohnehin schon geschwächten Patient:innen entscheiden.
Mit dem Feldspital setzt das Rote Kreuz seine jahrzehntelange Hilfe in Gaza fort – seit Oktober erbringen IKRK-Teams chirurgische Leistungen im European Gaza Hospital und unterstützen andere Krankenhäuser mit medizinischer Ausrüstung. Außerdem unterstützt das Rote Kreuz damit die wichtige Arbeit, die der Palästinensische Rote Halbmond (PRCS) seit sieben Monaten unter widrigsten Bedingungen leistet.
Humanitäre Helfer:innen riskieren täglich ihr Leben, um anderen zu helfen. Bisher wurden 20 Kolleg:innen des Palästinensischen Roten Halbmondes im Einsatz getötet – zuletzt zwei Sanitäter, deren Rettungswagen getroffen und zerstört wurde. Das Humanitäre Völkerrecht verpflichtet Konfliktparteien dazu, sowohl die Zivilbevölkerung als auch humanitäres Personal zu schützen und lebensnotwendige Grundbedürfnisse zu decken.
Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung bekräftigt ihre Forderung nach dem Schutz medizinischer Einrichtungen und des Gesundheitspersonals im Rahmen des Humanitären Völkerrechts. Keine Patientin, kein Patient soll im Krankenhausbett getötet werden. Keine Ärztin, kein Krankenpfleger soll sterben, während sie Leben retten. Krankenhäuser sollen Zufluchtsorte zur Erhaltung menschlichen Lebens sein, keine Schauplätze des Todes.
Weiters fordert das Rote Kreuz weiterhin die sofortige Freilassung der Geiseln und den Zugang. Geiselnahmen sind nach dem humanitären Völkerrecht verboten!