Erdbeben in Venezuela

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Am Abend des 24. Junis erschütterten zwei schwere aufeinanderfolgende Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 die Nordküste Venezuelas. Besonders groß sind die Schäden in La Guaira und Gran Caracas. Über 2.000 Gebäude stürzten ein und die Infrastruktur ist teilweise komplett zerstört. 

Die Menschen in den betroffenen Regionen haben zum Teil alles verloren und schlafen in Notunterkünften oder auf der Straße. Die anhaltende Unsicherheit stellt eine enorme psychische Belastung für die Menschen dar. 

Das Rote Kreuz vor Ort unterstützt bei der medizinischen Versorgung, stellt psychosoziale Hilfe zur Verfügung, betreibt Notunterkünfte, unterstützt bei der Familienzusammenführung, ermöglicht Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Einrichtungen und lebensnotwendigen Haushaltsgegenständen. Zudem werden dringend benötigte Hilfsgüter verteilt - darunter Küchensets, Hygienepakete, Wasserbehälter, Erste-Hilfe-Kits, Decken, Planen, Konserven, etc. 

Mehr als 380 Mitarbeiter:innen und Freiwillige des Venezolanischen Roten Kreuzes sind seit den ersten Minuten im Einsatz und leisten Hilfe. In La Guaria hat das Venezolanische Rote Kreuz ein Feldspital und zwei Erste Hilfe-Stationen errichtet, um die Gesundheitseinrichtungen zu entlasten. 

 

Spende jetzt für die vom Erdbeben betroffenen Menschen in Venezuela und unterstütze die Arbeit des Roten Kreuzes vor Ort. 

So hilft das Rote Kreuz vor Ort

  • Medizinische Versorgung: Das Venezolanische Rote Kreuz hat ein Feldspital und zwei Erste Hilfe-Stationen errichtet, um die Gesundheitseinrichtungen zu entlasten. 
  • Unterbringung der Betroffenen: Viele Menschen haben ihr Zuhause verloren. Es ist wichtig, sichere Unterkünfte bereitzustellen, da auch leicht beschädigte Gebäude einsturzgefährdet sein können.
  • Notversorgung mit Lebensmitteln, Wasser und Sanitäranlagen: Strom-, Telekommunikation-, Wasser- und Abwassersysteme sind nach Erdbeben oft weitgehend zerstört. Die Betroffenen müssen mit Essen und Wasser versorgt werden, außerdem braucht es Toiletten und Waschmöglichkeiten, da sich sonst Krankheiten rasch ausbreiten können.
  • Internationale Hilfe steht bereit
    Parallel hilft der Suchdienst der Rotkreuz-Gesellschaften in Ecuador, Kolumbien, Mexiko, Costa Rica, Honduras und Argentinien – Länder mit großen venezolanischen Gemeinschaften –, Familien miteinander in Kontakt zu bringen. Telekommunikation und Verkehrswege sind vielerorts unterbrochen, viele Menschen haben derzeit keinen Kontakt zu ihren Angehörigen und bangen um deren Leben. Auch hier helfen Rotkreuz-Mitarbeitende.

Die wichtigsten Fakten 

  • Mehr als 5.200 Todesfälle wurden registriert
  • Tausende Menschen werden noch vermisst
  • Über 16.700 Menschen sind verletzt
  • Über 23.800 Menschen leben aktuell in mehr als 100 Notunterkünften
  • 9,7 Millionen Menschen sind von den Beben betroffen, 530.000 davon besonders schwer
  • Über 1.000 Nachbeben wurden registriert
  • 95 % der Infrastruktur in La Guaira ist beschädigt
  • 2.500 Gebäude sind eingestürzt, 44 Spitäler und 100 Gesundheitszentren sind beschädigt, 1.645 Infrastrukturanlagen sind betroffen
  • 326 Freiwillige und 62 Mitarbeitende des Venezolanischen Roten Kreuzes sind im Einsatz
  • 2.000 Anfragen an "Restoring Family Links"-Angebote (Suchdienst) wurden bereits gestellt.