


Am 28. März 2025 erschütterte ein schweres Erdbeben der Stärke 7,7 die Region Sagaing in Myanmar, nur 18 km westlich der Großstadt Mandalay. Auch in Thailand war das Erdbeben zu spüren.
Die Region wurde vom Beben schwer getroffen: Über eine Million Menschen waren vom Erdbeben betroffen - mehrere Tausende kamen ums Leben, über 5.000 Menschen wurden verletzt und 200.000 Menschen mussten ihr Zuhause verlassen. Gebäude wurden zerstört, es gab Hangrutschungen und Menschen haben zum Teil alles verloren.
Das Rote Kreuz in Myanmar hat bei Such- und Bergungsarbeiten unterstützt, Erste Hilfe geleistet, bei der Zusammenführung getrennter Familien geholfen und Notunterkünfte organisiert. Es wurde mehreren hunderttausend Menschen geholfen - unter anderem mit Hilfsgütern, Trinkwasser, Hygienekits für Kinder, Lebensmittelpaketen und Bargeldhilfe für den Wiederaufbau.
Insgesamt haben 32 nationale Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften das Rote Kreuz in Myanmar unterstützt.
Ein Jahr später ist die Situation in Myanmar aus den Medien verschwunden, dabei ist die Lage nach wie vor verheerend. Trotz der schnellen Hilfe ist der Wiederaufbau noch lange nicht abgeschlossen und die Menschen leben teilweise immer noch im vorübergehenden Unterkünften.
Das Rote Kreuz vor Ort hilft Betroffenen nach wie vor - im Fokus steht dabei der enge Austausch mit den lokalen Gemeinden, um die genauen Bedürfnisse der Menschen zu erfahren und Hilfe gezielt voranzutreiben.
Neben dem Wiederaufbau steht auch die Katastrophenvorsorge im Mittelpunkt der Unterstützung, um auf zukünftige Katastrophen so gut wie möglich vorbereitet zu sein.
Erschwerend kommt hinzu, dass die politische Lage im Land sehr instabil ist und das Land ohnehin mit mehreren Krisen gleichzeitig zu kämpfen hat.




