9 Fakten zu Armut in Österreich

Auch in einem wohlhabenden Land wie Österreich betrifft Armut Millionen Menschen. Trotz eines gut ausgebauten Sozialsystems waren im Jahr 2023 rund 17,7% der Bevölkerung armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Besonders betroffen sind Kinder, Alleinerziehende, Erwerbsarbeitslose und ältere Frauen.

Die Armutsgefährdung reicht dabei weit über die finanziellen Aspekte hinaus und schränkt den Zugang zu Bildung, Wohnraum, Gesundheit und gesellschaftlicher Teilhabe erheblich ein. 

Auch in einem wohlhabenden Land wie Österreich betrifft Armut Millionen Menschen. Trotz eines gut ausgebauten Sozialsystems waren im Jahr 2023 rund 17,7% der Bevölkerung armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Besonders betroffen sind Kinder, Alleinerziehende, Erwerbsarbeitslose und ältere Frauen.
Die Armutsgefährdung reicht dabei weit über die finanziellen Aspekte hinaus und schränkt den Zugang zu Bildung, Wohnraum, Gesundheit und gesellschaftlicher Teilhabe erheblich ein. 

Alleinerziehende Mütter haben es besonders schwer: Fast jede Zweite ist von Armut bedroht. Das bedeutet, dass von 10 Müttern beinahe 5 betroffen sind.

Arbeitslosigkeit erhöht das Armutsrisiko stark: Jede:r dritte Arbeitslose ist arm oder von Ausgrenzung bedroht. Das ist so, als wären in einem Fußballteam 4 von 11 Spielern betroffen.

Frauen sind etwas häufiger von Armut betroffen als Männer. In einer Gruppe von 10 betroffenen Menschen wären etwa 6 Frauen und 4 Männer.

In Österreich gilt man als armutsgefährdet, wenn man alleine weniger als 1.572 € im Monat zur Verfügung hat. Das ist etwa so viel, wie ein Vollzeit-Mindestlohnempfänger verdient.

Fast jede:r sechste Österreicher:in ist von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Das sind so viele Menschen, wie in ganz Wien leben.

Etwa 336.000 Menschen in Österreich können sich grundlegende Dinge wie eine warme Wohnung oder regelmäßige Mahlzeiten nicht leisten. Zum Vergleich: In Graz leben etwa 303.200 Menschen...

Die Wohnkosten sind für viele ein Problem: Fast jede dritte Person hat Schwierigkeiten. In einem Wohnblock mit 24 Wohnungen hätten 8 Familien Probleme, die Miete zu bezahlen.

Von 100 Kindern und Jugendlichen können sich 5 Dinge wie neue Kleidung oder Schulausflüge nicht leisten. Durchschnittlich wäre in jeder Schulklasse also mindestens ein Kind von Armut betroffen.

Ältere alleinstehende Frauen sind oft arm: Fast jede dritte Frau in dieser Gruppe ist gefährdet. Das ist, als ob in einem Seniorenheim mit 100 Bewohnern:innen 30 von Armut betroffen wären.

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So hilft das Rote Kreuz:

INDIVIDUELLE SPONTANHILFE

Eine kalte Wohnung, weil die Heizung vom Energieanbieter abgestellt wurde. Angst bald auf der Straße zu stehen, weil man mit der Miete im Rückstand ist. Die Individuelle Spontanhilfe des Roten Kreuzes hilft Menschen in akuten Notsituationen. Damit die Notsituation nicht zum Dauerzustand wird, unterstützen wir durch rasche und individuelle Beratung, Information über gesetzliche Ansprüche, Vernetzung mit anderen Betreuungseinrichtungen und einmalige finanzielle und materielle Überbrückungshilfen. 

 

Kontakt: spontanhilfe@roteskreuz.at

Diese Fakten basieren auf Daten von der Armutskonferenz, Statistik Austria und dem Momentum-Institut, die die Herausforderungen, Ursachen und notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut in Österreich beleuchten. Sie verdeutlichen, wie wichtig ein strukturelles Umdenken und gezielte Unterstützungsmaßnahmen sind, um nachhaltige soziale Gerechtigkeit zu erreichen.